Unser letztes Land: Cuba

Ein lässiger Flug: Einsteigen in Mexiko,  eine Stunde lang Erdnüsse aus kleinen Tüten essen und Tomatensaft trinken, schon sind wir in Cuba.

Es war mitten in der Nacht als wir ankamen und beschlossen diese Nacht mal wieder am Boden des Flughafens zu verbringen. Über uns prangte ein übergroßes Werbeplakat wo eine Flasche Havanna-Club abgebildet war.

Wir wollten also so schnell wie möglich die Nacht hinter uns bringen um das Land des Rum´s sofort erkunden zu können. Ein paar hilfreiche Tipps und Kaffee, gab uns ein Deutscher Diplomat, der in der Deutschen Botschaft hier in Cuba arbeitet.

Havanna ist eine coole Stadt,  und obwohl wir anfangs schlechte Erfahrungen mit Einheimischen machen mussten die uns alle ausschmieren zu versuchten, haben wir uns sehr schnell in Land und Leute verliebt. In Cuba muss man einfach nur wissen wie die Leute ticken.

Der Malekong in Havanna ist so eine Art betonierte Promenade wo sich die Leute tagtäglich treffen um dort zu trinken, feiern, quatschen und tanzen. Cubaner mit Gitarren gehen herum und sorgen für die Musik die für Cuba so typisch ist. Auf dem Weg dorthin haben uns gleich zwei junge Cubaner angesprochen. Sie zeigten uns gleich wo wir um die späte Zeit  noch Rum kaufen können. Am Malekong dann angekommen wurde dieser dann gemütlich mit ihnen getrunken. Irgendwann kam die Polizei. Sie kontrollierte die Ausweise der beiden und fünf Minuten später, saßen sie mit Handschellen im Streifenwagen und wurden weg gebracht. Wir wussten erst nicht wie wir darauf reagieren sollten. Dann schauten wir uns an und lachten: „That´s Cuba“.

Für den ersten Tag haben wir schon so viel erlebt, doch es sollte nicht alles sein. Ältere Leute winkten uns zu sich her und sofort mussten wir mit ihren Töchtern zu den rhythmischen klängen der Gitarre tanzen. Alle waren nur am lachen und gut drauf sein. Nette Menschen, die tolle Momente erzeugen.

Wir waren so die letzten am Malekong und mittlerweile haben wir es und auf der dicken Mauer sitzend gemütlich gemacht. Da kamen drei dunkle gestallten auf uns zu. Der eine mit einem Ghettoblaster auf seiner Schulter bewaffnet, konnten sie nicht an uns vorbei gehen. Sie legten direkt los ohne eine Begrüßung. Zum Playback der CD rappten sie tüchtig mit. Bum-bam, bum-bum, bam. Das ging ab. Die Jungs hatten Talent, so etwas findet man selbst bei Deutschland suchte den Superstar nicht einmal. Wir waren beeindruckt und bevor wir sie kennen lernen konnten, dauerte es etwa eine Stunde. So lange rapten sie für uns.

Unser Glück diese rappenden Jungs kennen zu lernen merkten wir erst am Tag darauf. Sie brachten uns zu einem Fest mit flotter Cubanischer Livemusik in mitten einer Straße die bunt bemalt war. Um ein Uhr Mittags machten wir die erste Flasche Rum auf die (wie in Cuba üblich) traditionell geteilt wurde. Danach durften wir mit ihnen noch in ihr Haus gehen: Es war wie in einem schlechten Hollywood rapper Film. Bis auf ein paar Stühle war das Haus lehr, doch überall lagen coole Leute rum die gemeinsam die Zeit im sitzen und reden verbrachten. Das ganze wirkte ziemlich düster. Als wir reinkahmen sprangen alle auf und waren sofort an uns Interessiert. Wir bekamen auch sofort die wertvollen Stühle angeboten und Dani und mir wurden zwei Junge Damen gegenüber gesetzt die ein wenig verlegen guckten, während uns ihr Bruder auf Spanisch erklärte wir sollen sie nun endlich küssen und uns hier wohlfühlen. Wir guckten zu Christian, der gerade wieder ein paar Rapeinlagen dargeboten bekam und wir drei wussten wieder bescheid: Dass sind die Momente die eine Weltreise ausmachen. Nur durch Zufall und Glück haben wir immer genau die richtigen Leute getroffen die uns teilhaben ließen von ihrer Welt in ihrem Land. Großartig

Mal sehen was uns die nächsten Tage erwartet

Eure Checker ;-)

Category: Allgemein
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