Hallo Nicaragua

Im Bus hatte ich wieder ein tolles Erlebnis. Ziemlich müde lehne ich meinen Kopf gemütlich gegen die Scheibe und bewundere draußen die alten beeindruckenden Retroautos die vorbei fahren. Der Bus ist Model Großvater und fährt in einem sehr langsamen Tempo, trotzdem sorgt die schlechte Straße dafür dass man tüchtig hin und her geschüttelt wird. Ich fühle mich Pudelwohl und habe dieses gemütliche grinsen aufgesetzt. Draußen sehe ich nun, ein für diese arme Stadt untypisches Auto. Ein moderner schwarzer Benz. Im Auto sitzt er am Steuer und sein Honigpüppchen daneben. Sie tippt auf einem neu modernen Handy mit ihren lackierten Fingernägel herum und er erzählt etwas. Dass sie aber überhaupt nicht Interessiert. Er zieht dabei die Mundwinkel so weit runter wie nur geht. Sie sieht so aus als wäre sie nur Happy wenn sie sofort zum Shopen in die nächste Boutique fahren würden. Die beiden fahren verdächtig lange auf der zweiten Spur direkt neben meinem Fenster her. Kann es denn sein, dass ich, der in diesem rostigen Bus, mit meiner Hose die ich schon seit 3 Tage an habe, glücklicher bin wie diese beiden Menschen die wohl alles besitzen was man zum glücklich sein braucht? Die Antwort für mich ist eindeutig: JA! Würde ich mit ihnen tauschen wollen? NIEMALS! Aber habe ich nicht selber auch diese Ziele gehabt: JA! Muss man erst auf eine Weltreise gehen um zu lernen was wirklich zählt? Ja, eventuell schon!

Wir kommen bei der Grenze an die uns von Costa Rica nach Nicaragua bringt. Diese überqueren wir gemütlich, bewaffnet mit unseren Backpacks zu Fuß. Mit einem weiteren Bus geht es nach San Juan del Sur, in eine Unterkunft die gerade noch so als Schlafstätte durchgeht. Für uns ist sie vollkommen in Ordnung, doch wir sind auch fast die einzigen die hier schlafen, die anderen nisten sich lieber in den gemütlicheren Hotels ein, die eigentlich nur zwei Dollar teurer sind.

Der Strand hier ist wunderschön, bespickt mit tollen Bars und chilligen Clubs die einfach nur aus Holz bestehen (teilweise wie Riesen Baumhäuser wirken). Einen mega Spaß haben wir mit den Wellen im Meer. Diese sind teilweise dreimal so hoch wie einer selber. Verpasst man es unter diesen hohen Wellen ordnungsgemäß durchzutauchen, wirbelt einen diese unter Wasser tüchtig herum.

Surfer gibt es hier auch ein paar zu sehen und unsere Idee die Luftmatratze mit in die Wellen zu nehmen war einfach grandios. So machten wir uns bei den drei Mädchen bemerkbar die wir bereits in Panama kennen gelernt hatten und uns sofort erblickten. Sie kommen aus München und haben einen Humor dass wir eigentlich nur noch am lachen sind.

Hier lassen wir es uns ein paar Tage gut gehen.

Best Regards

GP + CS + DH

Category: Allgemein
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