STEINI: Die ersten Tage alleine!

Um 8:00 Uhr frueh klingelte das erste mal der Wecker und ich wusste erst gar nicht was los war. Am Abend zuvor feierten wir noch in einer Studetenkneipe unseren letzten Tag zusammen. Es spielten zwei super gute Bands und es wurde natuerlich mal wieder ziemlich spaet. So nun gehts los, ich packte meine letzten Sachen zusammen, vergass natuerlich wieder ein paar Sachen und ging dann in die Stadt. Ich orderte mir ein Tuk Tuk und ab gings zum Busbahnhof. Ich stieg in den Bus nach Pai und der Bussfahrer musste noch bevor er den Busbahnhof verlassen durfte in ein riesigen Alcomaten blasen und nur wenn das Laempchen gruen ist, durfte er fahren. Ich sitzte direkt hinter dem Busfahrer und fragte ihn, ob ich das auch mal aussprobieren darf aber er sagte leider nein.

Pai liegt ungefaehr 134 km noerdwestlich von Chiang Mai. Die Fahrt dauerte ziemlich lang, da es staendig Berg auf, Berg ab ging. Dafuer hatte man wieder ein paar super schoene Ausblicke auf die Umgebung. Auf der Fahrt nach Pai wurde es mir dann auch bewusst, dass ich jetzt nach ca. 4 1\2 Monaten zum ersten Mal fuer laengere Zeit alleine reise. Das war einerseits ein komisches anderseits ein geiles Gefuehl.  Pai ist ein wunderschoenes kleines Staedtchen und liegt direkt in einem Thal. Was mich an Pai so fasziniert hat sind die Einheimischen, die dort leben. Sie haben eine ziemlich relaxte und ruhige Art. Hier laeuft alles ein bisschen langsamer ab und die Stadt hat einen besonderen Flair den man so glaub ich in Thailand nirgends mehr trifft. Am Abend wird immer ein riessiger Nightbazar aufgebaut, wo man alles moegliche kaufen kann. Ausserdem gibt es viele Bars und Kneipen wo jeden Abend chillige Livemusik gepsielt wird.

Am naechsten Tag hab ich mir ein Fahrrad ausgeliehen (ja Dani, ein Fahrrad) und hab mir die Umgebung von Pai ein bisschen angesehen. Die Landschaft hier ist echt ein Traum. Ausserdem bin ich noch zu den “Hot Springs” gefahren. Am Eingang hab ich erst mal einen Schock bekommen. Der Eintritt kostet 200 Baht. Dann dachte sich da Steini, dass muss doch auch irgendwie anders gehen.  Da hier niergends ein Zaun oder aehnliches war fuhr ich einfach wieder ein bisschen zurueck und ging dann ueber den Wald in den Park.  Das ist natuerlich der grosse Nachteil wenn man alleine reisst, man muss noch mehr auf seine Kohle schaun. Die Hot Springs sind kleine Wasserloecher, die unterschiedliche Temperaturen haben und teilweise waren die verdammt heiss. Die Quelle hatte 80 Grad, wobei man dort natuerlich nicht mehr baden kann. Ein paar Einheimische kochten dort allerdings ihre Fruehstueckseier.

Nach Pai ging es dann weiter nach “Mae Hong Son”. Die Stadt selber ist jetzt nicht gerade sehr interessant, man kann allerdings ein paar schoene Ausfluege von dort unternehmen. Auf der Fahrt lernte ich dann noch Nelly kennen. Sie war unter anderem schon 6 Monate in Indien und bereist jetzt den suedostasiatischen Bereich. Am Abend hab ich dann noch Ikke aus Holland und einen Typen aus Frankreich kennengelernt, wo ich leider den Namen vergessen habe. Wir gingen zusammen zum essen, kauften uns ein paar Bier und haben uns an einen kleine See direkt in der Stadt niedergelassen. Zur spaeteren Stunde ist dann noch eine andere Gruppe dazugestossen. Wir waren dann ca. 10 Leute aus allen Teilen von Europas und hatten eine morz gaudi ;-)

An einem anderen Tag leihten Nelly und ich uns einen Roller aus und fuhren ein bisschen ins Landesinnere. Wir waren am Fish Cave, an einem Wasserfall und in einem kleine Dorf Namens “Ban Rark Thai”.  Das Dorf liegt direkt an der burmanischen Grenze. In diesem Gebiet wurde frueher viel Opium angebaut. Ich sah mich in der Umgebung ein bisschen um ob ich ganz zufaellig vielleicht was finden wuerde aber leider wird hier mittlerweile nur noch Tee angebaut :-( Das Highlight an dem Tag war jedoch der Besuch in dem Dorf “Ban Huai Seaue Tao”. In dem Dorf leben die Padaung Frauen oder auch Langhals Frauen genannt. Bei den Frauen der Padaung ist das Tragen von dicken Metall-Halsreifen ein aestethisches und soziales Muss. Die ersten Ringe werden den Maedchen schon im Alter von 5 Jahren angelegt; der genaue Termin dazu wird von einem Dorf-Schamanen bestimmt, der als Orakel Huehnerbeine “befragt”, die er auf dem Boden wirft. In den folgenden Jahren kommen weiter Ringe hinzu. Bei einer Frau wiegt der Schmuck meisst um die fuenf Kilo. Die Ringe repraesentieren Schoenheit, Status und Reichtum.

Ein paar Stunden spaeter, wieder zurueck in der Stadt, lernte ich dann noch Jack aus Kanada kennen.  Des is echt da Wahnsinnin, wie viel Leute man kennen lernt, wenn man alleine reisst. Wir gingen zum Supermarkt, kauften uns a Wasser und an Lutscha und dann hoerten wir zufaellig irgendwo a Musik. Bestens ausgestattet gingen wir in die Richtung und waren erstaunt was wir vorfanden. Da war ein kleines Festival irgendwo auf einer Wiese. Es waren ausser uns beiden nur noch 2 weitere Auslaender da und sonst waren dort nur Thais. Wir machten es uns in der Wiese gemuetlich, tranken unser Wasser ;-) und zogen uns die Band rein.  Die Band spielte thailaendische Ska Musik und es hoerte sich einfach nur noch genial an. Bis dahin war es auch noch ein gemuetlicher Abend bis sich eine Gruppe junger Thai Leute zu uns gesellten. Sie tranken mit uns ein wenig und forderten uns auf mit ihnen auf die Tanzflaeche zu gehen. Es war ein Battle Thais gegen Germany und Canada, wir holten natuerlich unsern besten Breakdance raus und sie hatten natuerlich keine Chance ;-) Das einzige Problem war, dass sie ziemlich wenig Englisch sprachen (noch weniger als ich ;-) ) und so war es ein bisschen schwierig sich mit Ihnen zu verstaendigen aber es war trotzdem sau lustig. Das Festival war um ca. 23 Uhr zu Ende und sie nahmen uns und dann noch zu einer Privatparty mit. Das waren glaub ich die nettesten Thais die ich bis dato getroffen habe. Sie hielten uns den restlichen Abend frei und es war echt ein sensationeller Abend.

Das sind die besten Momente. Man hat keinerlei Erwartungen an den Abend und dann faelltst du irendwann ins Bett und du denkst dir einfach nur noch WOW was fuer ein … Das ist genau der Grund warum ich diese Weltreise so liebe!

Bis zum naechsten mal.

Euer Steini

Category: Allgemein
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